Krisengefüge der Künste
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Teilprojekt 7: Passion als Beruf — Karriere und Arbeitssituation des künstlerischen, technischen und administrativen Personals an ausgewählten Mehrspartenbühnen in NRW und den neuen Bundesländern

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Politikwissenschaft

Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft, Berlin

Leitung: Prof. Dr. Annette Zimmer und Dr. Eckhard Priller

Mitarbeit: Dr. Johannes Crückeberg

Zielsetzungen des Projektes sind die Analyse der Einbettung ausgewählter Stadttheater in das lokale Umfeld und in die kommunale Kulturpolitik und die empirische Untersuchung der Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse des Personals der Theater in Kunst (Musik, Oper, Tanz, Sprechtheater), Verwaltung, Vermittlung und Technik. Ausgegangen wird von einer Interdependenz zwischen dem Umfeld der Häuser und den Beschäftigungsverhältnissen am Theater. Danach haben Tradition und Kultur der jeweiligen Institution Stadttheater im Verbund mit der Ausgestaltung des betreffenden „organizational fields“, des lokalen und kommunalen Umfeldes der untersuchten Bühne, implizit und explizit Einfluss auf die Beschäftigungsverhältnisse sowie die Karrierechancen des Personals des betreffenden Theaters. Im Mittelpunkt der empirischen Untersuchung steht eine Befragung aller an den sechs bzw. sieben kooperierenden Theatern Beschäftigten (Vollerhebung). Die Befragung wird durch eine qualitative Untersuchung des Kontextes und kommunalen Umfeldes der Theater und ihrer jeweiligen institutionellen Prägung vorbereitet. Die Ergebnisse der Umfeldanalyse sowie der Befragung werden ergänzt durch biographische Interviews mit auswählten Probanden des Personals in Kunst, Verwaltung und Technik.

Die Untersuchung ist vergleichend angelegt. Näher in den Blick genommen werden Stadttheater in Kommunen von etwa vergleichbarer Größe und ähnlicher Bevölkerungsstruktur in den neuen Bundesländern und Nordrhein-Westfalen. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Feminisierung des Theaterpersonals kommt der Analyse der Arbeitssituation sowie der Karrieremöglichkeiten der weiblichen Beschäftigten ein besonderer Stellenwert zu.

Methodologisch ist die Studie angelehnt an den historischen Neo-Institutionalismus. Die institutionelle Prägung bezieht sich auf:

  • das jeweilige Stadttheater als traditionsreiche Einrichtung mit gewachsenen Strukturen spezifischer Einbindung in die Stadtgesellschaft sowie als Akteur und Adressat lokaler Kulturpolitik, das sich mit zunehmend heterogeneren Erwartungen konfrontiert sieht,
  • die „Kulturszene“ bzw. das Organizational Field der Einrichtungen und kulturellen Angebote vor Ort, die z.T. ebenfalls öffentlich gefördert sind und mit dem Stadttheater kooperieren, sich ergänzen und/oder in Konkurrenz stehen,
  • die professionelle Ausbildung und damit die Einstiegvoraussetzungen des Personals in Kunst, Administration und Technik am Theater, die für den Berufsalltag und die weitere professionelle Entwicklung prägend sind.

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